Novartis-Aktie erreicht Rekordstände dank starker Umsätze und positiver Studiendaten
Novartis-ADR in den USA erreichten Anfang Februar 2026 Rekordstände – trotz erwarteter Generika-Konkurrenz – gestützt durch über den Erwartungen liegende Umsätze und positive Phase-3-Daten zum Nierenmedikament Vanrafia bei IgA-Nephropathie. Die Marktkapitalisierung stieg auf 265,2 Mrd. US-Dollar.
Novartis-ADR in den USA wurden Anfang Februar 2026 auf Rekordständen gehandelt, obwohl sich der Pharmakonzern einer erwarteten Generika-Konkurrenz gegenübersieht, die den Umsatz 2026 belasten könnte. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens stieg auf 265,2 Mrd. US-Dollar und machte es damit zum zweitwertvollsten Schweizer Unternehmen.
Die Umsätze wichtiger Novartis-Marken lagen 2025 laut Geschäftsbericht deutlich über den Erwartungen. Die starke Entwicklung erhöhte die Vergütung des CEO um 30%. In einem globalen Ranking der Beratungsfirma EY verbesserte sich das Unternehmen von Platz 66 auf 53 und löste damit den Lebensmittelkonzern Nestlé als zweitwertvollstes Unternehmen der Schweiz ab.
Die Novartis-Aktie legte nach positiven Phase-3-Ergebnissen zu, die darauf hindeuteten, dass das Nierenmedikament Vanrafia den Rückgang bei IgA-Nephropathie verlangsamte. Die klinischen Daten stützten den Aufwärtstrend der Aktie, während Schweizer Titel zulegten, nachdem eine moderate Schweizer Inflation und schwächere US-Preisdaten die Hoffnung auf niedrigere Zinsen wiederbelebt hatten.
Die Kursentwicklung wies Mitte Februar 2026 Renditen von 8,3% über 30 Tage und 15,3% seit Jahresbeginn aus. Zuletzt schlossen die Aktien bei 125,14 CHF, mit Renditen von 4,3% über 7 Tage, 35,9% über 1 Jahr, 84,2% über 3 Jahre und 102,0% über 5 Jahre.
Der Swiss Market Index erreichte neue Rekordstände und überschritt die Marke von 13.600 Punkten. Roche, der Pharmakonzern, verzeichnete seit Januar einen Kursanstieg von nahezu 10%, während der in Basel ansässige Rivale Novartis noch besser abschnitt.
Die Inflation in der Schweiz blieb im Januar ungewöhnlich gedämpft: Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich nur um 0,1% und fielen gegenüber Dezember um 0,1% – begünstigt durch günstigeren Strom, Flugreisen und saisonale Rabatte auf Kleidung. In den USA ging die Gesamtinflation von 2,7% auf 2,4% zurück, und die Kerninflation verringerte sich von 2,6% auf 2,5%. Händler reagierten, indem sie für 2026 Zinssenkungen der Federal Reserve im Umfang von rund 63 Basispunkten einpreisten, gegenüber etwa 57.
Novartis wird derzeit mit einem KGV (P/E) von 22,24x gehandelt – nahezu identisch mit dem durchschnittlichen KGV der Pharmaindustrie von 22,24x. Ein Discounted-Cashflow-Modell deutet auf einen geschätzten inneren Wert von 251,33 US-Dollar je Aktie hin, verglichen mit dem jüngsten Aktienkurs von 125,14 CHF.
Die Biopharmaindustrie insgesamt war in den vergangenen zehn Jahren für 40% des Wirtschaftswachstums der Schweiz verantwortlich. Sie erwirtschaftet rund 7% des BIP und über 40% der Schweizer Exporte und ist damit der wichtigste Exportsektor. Roche und Novartis zählen zu den größten Steuerzahlern des Landes und beschäftigen in der Schweiz rund 25.000 Menschen.