Neuseeland schlägt erweiterten Zugang zu Krebsbehandlungen vor
Pharmac schlägt vor, den Zugang zu zwei Medikamenten zur Melanom-Behandlung auszuweiten und zwei neue Kombinationstherapien für die chronische lymphatische Leukämie zu finanzieren. Forschende weisen zudem darauf hin, dass Neuseeländerinnen und Neuseeländer für **CAR T-cell therapy** bislang ins Ausland reisen müssen.
Pharmac schlägt vor, den Zugang zu zwei Medikamenten gegen Hautkrebs zu erweitern, die bei der Behandlung des Melanoms wirksamer sein sollen. Der Vorschlag würde außerdem zwei neue Therapien für Menschen mit chronischer lymphatischer Leukämie finanzieren.
Nahezu zwei von drei Menschen zeigen bereits bis zur Entfernung ihres Tumors ein sehr starkes Ansprechen, mit einer deutlichen Tumorverkleinerung oder nur noch sehr wenig aktiver Erkrankung. Aufgrund dieses starken frühen Ansprechens benötigen viele Menschen nach der Operation möglicherweise keine weitere Behandlung. Das kann weniger fortlaufende Infusionen und weniger Krankenhausbesuche für Menschen mit Melanom, ihre Familien und Pflegepersonen bedeuten.
Der Vorschlag soll schätzungsweise rund 1000 Infusionsstunden pro Jahr einsparen. Neuseeland hat weltweit die höchste Melanomrate. Jährlich werden mehr als 7000 Krebserkrankungen diagnostiziert, während jedes Jahr etwa 300 Menschen sterben.
Der Vorschlag zur Finanzierung von zwei neuen Therapien für chronische lymphatische Leukämie war bis zum 4. März zur Konsultation geöffnet. Zwei Kombinationstherapien würden ab Mai 2026 finanziert: venetoclax with ibrutinib und venetoclax with obinutuzumab.
Unabhängig davon sagen medizinische Forschende, dass Neuseeländerinnen und Neuseeländer eine transformative Krebsbehandlung namens CAR T-cell therapy verpassen, die nachweislich einen Unterschied macht. Kiwis müssen Tausende Kilometer ins Ausland reisen, um diese Behandlung zu erhalten, die für sich genommen komplex und kostspielig ist. Das Malaghan Institute of Medical Research führt in diesem Monat eine Aufklärungskampagne zur CAR T-cell therapy an.