Antarktische Mikroben werden sechs Monate lang auf der ISS dem Weltraum ausgesetzt

Ein vom ISS National Laboratory gefördertes Projekt wird sechs extremophile Mikroben aus der Antarktis und aus Chile für etwa sechs Monate zur Exposition im Weltraum auf die Raumstation schicken. Nach der Rückkehr zur Erde sollen genetische, strukturelle und proteinbezogene Veränderungen analysiert werden.

Ein internationales Team schickt Mikroben aus der Antarktis und aus Chile zur International Space Station, um zu untersuchen, wie sie Strahlung und anderen Belastungen des Raumflugs standhalten. Die von dem ISS National Laboratory geförderte Untersuchung wird die MISSE Flight Facility nutzen, eine dauerhaft außen an der Raumstation angebrachte Plattform, um die Organismen etwa sechs Monate lang dem Weltraum auszusetzen.

Das Projekt Polar Organisms Launched for Astrobiology Research in Ionizing Space (POLARIS) wird sechs Extremophile untersuchen, also Mikroorganismen, die von Natur aus darauf ausgelegt sind, einige der unwirtlichsten Umgebungen der Erde zu überdauern. Finanziert vom Air Force Office of Scientific Research bringt das Projekt das Department of Defense Space Test Program, die U.S. Air Force Academy, Aegis Aerospace, Radix‑Lucis und Biociencia Fundación Científica y Cultural zusammen, in Zusammenarbeit mit der U.S. Embassy in Chile und dem Southern Office of Aerospace Research and Development des AFOSR.

Frühere vom ISS National Lab geförderte Forschung hat gezeigt, dass Raumflüge das Wachstum und die Funktion von Mikroben verändern. Aufbauend auf diesen Arbeiten wird POLARIS drei Arten von Bakterien und drei Arten von Archaeen exponieren, einer Gruppe einzelliger Organismen, die sich von Bakterien unterscheidet und dafür bekannt ist, in rauen Umgebungen zu gedeihen. Nach der Rückkehr der Organismen zur Erde werden Forschende sie auf genetische, strukturelle und Veränderungen auf Proteinebene analysieren.

Durch den Vergleich weltraumexponierter Mikroben mit bodengestützten Kontrollproben wollen die Forschenden biologische Merkmale identifizieren, die mit Strahlungsresistenz und dem Überleben unter Stress in Verbindung stehen. Diese Erkenntnisse könnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern helfen, robustere biologische Systeme für den Weltraum zu entwickeln und zugleich Anwendungen in der Pharmazie, der Materialwissenschaft und anderen Industriezweigen auf der Erde voranzubringen.

Der Start der Forschung ist frühestens für den 13. Mai 2026 im Rahmen von NASAs SpaceX Commercial Resupply Services 34-Mission von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida geplant. Die Mission wird mehr als 25 vom ISS National Lab geförderte Untersuchungen zur Raumstation bringen.

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  1. Antarctic Microbes Put Survival to the Test in Space - ISS National Lab · issnationallab.org
  2. Orbital Edge Accelerator 2026 - ISS National Lab · issnationallab.org
  3. NASA's SpaceX Crew-12 Arrives at Space Station - ISS National Laboratory · issnationallab.org