Indien erweitert Immuntherapie-Zugang für Krebspatienten in Maharashtra und landesweit
Maharashtra wird Immuntherapie und PET-Scans in sein staatliches Gesundheitsprogramm aufnehmen und 27 neue Krebszentren eröffnen. Parallel dazu hat der Indische Rat für Medizinische Forschung nationale Leitlinien für die Lungenkrebsbehandlung inklusive Immuntherapie-Protokollen veröffentlicht, während Abgeordnete einen erweiterten Zugang fordern.
Maharashtra wird Immuntherapie und PET-Scans in seine Mahatma Phule Jan Arogya Yojana (MPJAY) aufnehmen und 27 neue ambulante Krebszentren eröffnen, während der Indische Rat für Medizinische Forschung (ICMR) evidenzbasierte nationale Leitlinien für die Behandlung von Lungenkrebs erstellt hat, die Immuntherapie-Protokolle beinhalten.
Die Ankündigung in Maharashtra machte der staatliche Gesundheitsminister Prakash Abitkar bei einem hochrangigen Treffen im Gesundheitsamt in Mumbai. Er erklärte, dass bereits neun onkologische Tageskliniken bzw. ambulante Zentren im Bundesstaat in Betrieb seien und 27 weitere bald hinzukämen. Abitkar betonte, dass die Koordination zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs spielen werde. Da die Zahl der Krebspatienten im Bundesstaat kontinuierlich steige, müsse die Behandlungskapazität ausgebaut werden.
„Für das Krebs-Screening wird in jedem der acht Kreise des Bundesstaates ein Krebsdiagnostikfahrzeug eingesetzt, und bisher wurden über drei Crore Bürger gescreent“, so Abitkar. Diagnose- und Behandlungsleistungen werden mit Hilfe von Fachonkologen im Rahmen der Initiative „Maharashtra Cancer Warriors“ erbracht. Bei dem Treffen stellte ein südkoreanisches Institut die Technologie der „Flüssigbiopsie“ (liquid biopsy) zur Früherkennung aller Krebsarten vor.
Parallel dazu brachte der Abgeordnete Maddila Gurumurthy aus Tirupati im Lok Sabha das Thema Immuntherapie – entweder allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten – zur Sprache, die bei Lungenkrebspatienten gegenüber der Chemotherapie bevorzugt werde. Der Abgeordnete forderte Klarheit über die staatlich genehmigten Protokolle und bat das Gesundheitsministerium um den Ausbau des Zugangs zu fortschrittlicher Krebsbehandlung.
In seiner schriftlichen Antwort teilte der Staatsminister für Gesundheit, Prataprao Jadhav, dem Parlament mit, dass der ICMR evidenzbasierte nationale Leitlinien für die Behandlung von Lungenkrebs und die Palliativversorgung erstellt habe. Die Leitlinien umfassen 15 zentrale Empfehlungen zur Standardisierung von Diagnose, Behandlung und unterstützender Versorgung im ganzen Land. Der Minister erklärte, dass Immuntherapie-Dienste derzeit in ausgewählten tertiären staatlichen Krankenhäusern angeboten werden, die über die notwendige Infrastruktur, geschulte Fachärzte und zugelassene Medikamente verfügen. Klare Protokolle für die Patienteneignung, die Behandlungsdurchführung und die Überwachung von Nebenwirkungen wurden in die nationalen Leitlinien aufgenommen. Angesichts der wachsenden Krebsbelastung forderte Abgeordneter Gurumurthy die Regierung auf, die Immuntherapie-Angebote in öffentlichen Krankenhäusern weiter auszubauen, um den Patienten im ganzen Land einen breiteren und erschwinglichen Zugang zu ermöglichen.