US-Krebssterblichkeit seit 1991 um 34 % gesunken – Zahl der Überlebenden soll bis 2030 auf über 22 Millionen steigen
Neue Daten der American Cancer Society zeigen, dass die Krebssterblichkeitsrate in den USA seit 1991 um 34 % gesunken ist, wodurch fast 5 Millionen Todesfälle verhindert wurden. Mehr als 18 Millionen Amerikaner leben nach einer Krebsdiagnose; bis 2030 soll ihre Zahl auf über 22 Millionen steigen.
Eine Krebsdiagnose bedeutet nicht mehr zwangsläufig dasselbe wie früher. Neue Daten der American Cancer Society zeigen, dass die Krebssterblichkeitsrate in den USA seit 1991 deutlich gesunken ist, wodurch fast 5 Millionen Todesfälle verhindert wurden. Mehr als 18 Millionen Amerikaner leben inzwischen nach einer Krebsdiagnose, und diese Zahl dürfte bis 2030 auf über 22 Millionen steigen.
Nach Angaben der American Cancer Society ist die Krebssterblichkeitsrate in den USA seit 1991 um 34 % gesunken. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen treiben Früherkennung, zielgerichtete Medikamente, Immuntherapie und Präzisionsmedizin, die auf die Krebserkrankung der jeweiligen Person zugeschnitten ist, den Rückgang der Sterblichkeit voran. Immuntherapie wurde als bahnbrechend beschrieben, einschließlich Verfahren, bei denen das Immunsystem gezielt so verändert wird, dass es den Krebs direkt bekämpft.
Der Fall eines Patienten spiegelte diesen Wandel in der Krebsbehandlung wider. Ein routinemäßiger Bluttest ergab ein multiples Myelom, eine Form von Blutkrebs. Er begann eine Immuntherapie und ein täglich einzunehmendes orales Medikament namens lenalidomide. Zehn Monate später waren seine Werte „nicht quantifizierbar“, ein Zeichen einer Remission.
Die Prognose – also das, was Patienten künftig hinsichtlich ihrer Lebenserwartung und der Qualität dieser Zeit erwarten können – hat sich drastisch verbessert. Patienten wird inzwischen gesagt, dass sie trotz der Erkrankung voraussichtlich noch jahrzehntelang leben werden.
Doch obwohl sich das Krebsüberleben insgesamt verbessert, ist der Fortschritt nicht gleichmäßig verteilt. Die American Cancer Society berichtet, dass Schwarze Amerikaner weiterhin die höchsten krebsbedingten Sterberaten im Land aufweisen – bei schwarzen Männern etwa 19 % höher und bei schwarzen Frauen 12 % höher als bei weißen Amerikanern. In Minderheiten- und unterversorgten Gemeinschaften erfolgt zudem häufiger eine Diagnose in späteren Stadien, und sie haben schlechteren Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen sowie zu neuen Behandlungen und klinischen Studien. Forschende sagen, dass das Schließen dieser Lücken in den kommenden Jahren Tausende weitere Menschenleben retten könnte.