Chinas Markt für Brain-Computer-Interfaces beschleunigt sich: 165-Millionen-Dollar-Fonds und Integration in die Versicherung

Chinas Brain-Computer-Interface-Branche (BCI) beschleunigt die Kommerzialisierung dank starker politischer Unterstützung, eines staatlichen Fonds von 11,6 Milliarden Yuan und der Festlegung von Erstattungspreisen in mehreren Provinzen. Prognosen sehen den Markt bei über 530 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 und bei mehr als 120 Milliarden Yuan bis 2040.

Chinas Brain-Computer-Interface-Branche (BCI) schreitet rasant vom Forschungsstadium zur Kommerzialisierung voran – getragen von starker politischer Unterstützung, zunehmenden klinischen Studien und wachsendem Investoreninteresse. Provinzen wie Sichuan, Hubei und Zhejiang haben bereits Preise für medizinische Dienstleistungen im Bereich BCI festgelegt und beschleunigen damit die Aufnahme in das nationale Krankenversicherungssystem.

Im August 2025 veröffentlichten Chinas Industrieministerium und sechs weitere Behörden einen nationalen Fahrplan, um die Entwicklung von BCIs weiter zu beschleunigen. Der Plan zielt auf wichtige technische Meilensteine bis 2027, einheitliche Industriestandards sowie eine vollständige Lieferkette bis 2030 ab – mit dem Ziel, weltweit wettbewerbsfähige BCI-Unternehmen aufzubauen und kleinere spezialisierte Firmen zu unterstützen. Im Dezember kündigte China auf der 2025 Shenzhen BCI & Human-Computer Interaction Expo einen 11,6 Milliarden Yuan (165 Millionen US-Dollar) schweren Hirnforschungsfonds an, um BCI-Unternehmen von der Forschung bis zur Kommerzialisierung zu fördern.

In den nächsten drei bis fünf Jahren dürfte der Einsatz von BCI weiterhin vor allem im Gesundheitswesen konzentriert bleiben; mit der Ausweitung der Versicherungsdeckung könnte der Markt jedoch eine Größenordnung von mehreren Milliarden US-Dollar erreichen. Der chinesische BCI-Markt sollte 2025 voraussichtlich auf mehr als 530 Millionen US-Dollar (3,8 Milliarden Yuan) wachsen – nach 3,2 Milliarden Yuan im Jahr 2024 –, wobei Prognosen den Markt bis 2040 bei über 120 Milliarden Yuan sehen.

Chinas nationale Krankenversicherung ermöglicht eine schnellere Kommerzialisierung, sobald der Staat ein Gerät genehmigt. Das steht im Gegensatz zu den USA, wo selbst nach einer FDA-Zulassung private Versicherer – als wichtigste Kostenträger – jeweils einzeln zustimmen müssen. Forschende haben Chinas erste vollständig implantierte, drahtlose BCI-Studie abgeschlossen – weltweit erst die zweite –, die es einer gelähmten Patientin bzw. einem gelähmten Patienten ermöglicht, Geräte ohne externe Hardware zu steuern.

Bei traditionellen elektrischen BCIs haben chinesische Unternehmen klinische Fortschritte beim Dekodieren von Motorik- und Sprachsignalen, bei der Rekonstruktion des Rückenmarks und in der Schlaganfallrehabilitation erzielt; bis Mitte 2025 wurden über 50 klinische Studien zu flexiblen implantierbaren BCIs abgeschlossen. Anstrengungen der nächsten Generation verlagern sich nun in Richtung einer ganzhirnigen neuronalen Dekodierung und Enkodierung, einschließlich ultraschallbasierter Ansätze.

Chinas schnelle Fortschritte bei BCI lassen sich auf vier Faktoren zurückführen: starke politische Unterstützung mit behördenübergreifender Zusammenarbeit, die technische Standards und medizinische Erstattung aufeinander abstimmt; umfangreiche klinische Ressourcen, einschließlich großer Patientenkohorten und niedrigerer Forschungskosten, die Studien beschleunigen; eine ausgereifte industrielle Fertigung von Halbleitern über KI bis hin zu Medizintechnik, die schnelle F&E und Prototyping unterstützt; sowie strategische Investitionen, bei denen sowohl staatlich geführte Fonds als auch privates Kapital im Rahmen nationaler Initiativen deutlich zunehmen.

Zu den jüngsten wichtigen Deals zählt die Series-B-Finanzierung des in Shanghai ansässigen BCI-Start-ups StairMed Technology über 48 Millionen US-Dollar (350 Millionen Yuan) im Februar 2025. BrainCo, ein Neurotech-Unternehmen, das nichtinvasive BCIs und bionische Gliedmaßen entwickelt, hat außerdem nach einer Finanzierungsrunde über 287 Millionen US-Dollar (2 Milliarden Yuan) zu Beginn dieses Jahres stillschweigend einen Antrag auf einen Börsengang in Hongkong gestellt. Gestala, das im Januar gestartet ist, führt Gespräche mit Investoren, um in Kürze eine Angel-Runde abzuschließen.

Chinas BCI-Start-ups fahren ihre Aktivitäten hoch, um US-Marktführer wie Neuralink, Synchron und Paradromics herauszufordern. Zu den aktivsten Akteuren in China zählen NeuroXess, Neuracle, NeuralMatrix, BrainCo, Bo Rui Kang Tech, Aoyi Tech, Brainland Tech und Zhiran Medical. Ihre Ansätze reichen von implantierbaren flexiblen Schnittstellen bis hin zu nichtinvasiven Brain-Computer-Technologien.

BCIs entwickeln sich in zwei Richtungen. Die erste sind invasive elektrophysiologische BCIs wie NeuroXess und Neuralink, die Elektroden in das Gehirn implantieren, um präzise Signale auf Neuronenebene zu erfassen. Der zweite Typ umfasst nichtinvasive Ansätze.

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  1. China's brain-computer interface industry is racing ahead - Yahoo Finance · finance.yahoo.com
  2. Paid Internship in China: Biology, Chemical & Medicine - Target Jobs · targetjobs.co.uk
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