Ermittler der New York State Police bekennt sich schuldig, Fentanyl-Händler gewarnt zu haben
Der Drogenfahnder Michael O'Flaherty von der New York State Police hat sich schuldig bekannt, falsche Angaben gemacht zu haben. Er soll einen Fentanyl-Händler vor laufenden Ermittlungen gewarnt und gegenüber Bundesbehörden über sein Verhalten gelogen haben.
Ein Drogenfahnder der New York State Police hat sich schuldig bekannt, falsche Angaben gemacht zu haben, nachdem er einen ehemaligen vertraulichen Informanten vor einer laufenden Drogenermittlung gewarnt und anschließend Bundesbehörden über sein Vorgehen belogen hatte. Michael O'Flaherty (43) aus Poughkeepsie erschien vor dem U.S. District Judge Philip M. Halpern und räumte die Vorwürfe ein.
O'Flaherty bekannte sich in einem Anklagepunkt wegen falscher Angaben schuldig; darauf steht eine Höchststrafe von fünf Jahren Haft. Die New York State Police entließ O'Flaherty am Donnerstag, nachdem sich der frühere Drogenfahnder schuldig bekannt hatte. O'Flaherty, der der Troop K zugeteilt war, wurde suspendiert, als die Ermittlungen im Herbst 2022 begannen. Troop K hat ihren Sitz in Hawthorne (Westchester County).
Der Fall geht auf Ermittlungen aus dem Jahr 2022 einer staatlichen Strafverfolgungsbehörde und der U.S. Drug Enforcement Administration zur Verteilung von Fentanyl-Pillen zurück, die mit mehreren Überdosierungstodesfällen im Dutchess County in Verbindung gebracht wird. Die Ermittler identifizierten einen Drogenhändler und ein Netzwerk von Kurieren als besonders ergiebige Quelle von Fentanyl-Pillen in dem County. Im Verlauf der Ermittlungen stellten die Behörden fest, dass der Händler zuvor als vertraulicher Informant für die New York State Police unter der Aufsicht von O'Flaherty gearbeitet hatte.
Laut Gerichtsakten und Aussagen vor Gericht erklärte O'Flaherty seine Bereitschaft, die Ermittlungen zu unterstützen, unterhielt jedoch sowohl während als auch nach der Tätigkeit des Informanten eine nicht offengelegte persönliche Beziehung zu dem ehemaligen Informanten, die O'Flaherty vor seinen Vorgesetzten und Kollegen verheimlichte.
Den Gerichtsunterlagen zufolge informierte O'Flaherty den Händler umgehend über die Ermittlungen und versuchte, an sensible Details zu gelangen, darunter die Identität einer vertraulichen Quelle innerhalb des Netzwerks des Dealers. Zudem hielt er seine Kontakte zu dem ehemaligen Informanten vor seinen Vorgesetzten und Kollegen geheim, darunter Telefonate, Textnachrichten und persönliche Treffen. Als Bundesermittler O'Flaherty zu seinem Verhalten befragten, log er.