Biomimetische Nanoplattform macht Antibiotikum gegen resistentes Pseudomonas aeruginosa wieder wirksam
Eine biomimetische Nanoplattform, die Cer-Ionen und Carbenicillin kombiniert, stellt die antibakterielle Aktivität gegen resistentes Pseudomonas aeruginosa wieder her, indem sie die ATP-Synthese und Effluxpumpen stört. Das System zeigte Wirksamkeit in vitro und in vivo und bietet eine neue Strategie mit metallischen Adjuvantien zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen.
Eine biomimetische Metall-Wirkstoff-Koordinationsnanoplattform stellt die Wirksamkeit von Carbenicillin gegen resistentes Pseudomonas aeruginosa wirksam wieder her, indem sie die bakterielle Energieproduktion stört, so eine am 15. Februar 2026 veröffentlichte Studie. Die Plattform mit der Bezeichnung Ce-Car@EV NPs integriert aus Ingwer gewonnene extrazelluläre Vesikel (EVs) und pH-responsive Cer-Carbenicillin-Koordinationsnanopartikel, um saure Infektionsstellen gezielt zu erreichen und Ce4+-Ionen sowie Carbenicillin freizusetzen.
Die freigesetzten Ce4+-Ionen dringen in Bakterienzellen ein, stören die ATP-Synthese, hemmen die oxidative Phosphorylierung und inhibieren die Effluxpumpenaktivität. Durch die Verringerung des ATP-Spiegels und die Blockierung der Effluxpumpen wirken die Ce4+-Ionen als wirksames Adjuvans, das die bakterielle Resistenz gegen Carbenicillin umkehrt. Die Strategie erwies sich sowohl in vitro als auch in vivo gegen resistentes P. aeruginosa als wirksam.
Der Ansatz etabliert eine therapeutische Strategie unter Nutzung metallischer Adjuvantien zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen, mit potenziellen Anwendungen für andere multiresistente bakterielle Erreger.