Novartis verkauft Indien-Tochter für 175 Millionen Dollar an ChrysCapital

Novartis AG verkauft seine 70,68% Mehrheitsbeteiligung an Novartis India für 175 Millionen Dollar an ChrysCapital, was ein Pflichtangebot von 860,64 INR pro Aktie auslöst. Die Aktie stieg um 20%, da der Schweizer Pharmakonzern angesichts von Zollrisiken Investitionen in die US-Produktion verlagert.

Novartis AG hat sich bereit erklärt, seine 70,68% Mehrheitsbeteiligung an seiner börsennotierten indischen Tochtergesellschaft Novartis India Limited an eine Gruppe unter der Leitung der Private-Equity-Gesellschaft ChrysCapital zu verkaufen. Der Deal wird auf rund INR 14,6 Milliarden (175 Millionen Dollar) geschätzt. Die Transaktion ist ChrysCapitals erste Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung im indischen Pharmasektor.

Der Verkauf löst ein Pflichtangebot an die öffentlichen Aktionäre von Novartis India zu INR 860,64 pro Aktie aus, das den Käufern die Möglichkeit gibt, bis zu weitere 25% des Unternehmens zu erwerben. Nach der Ankündigung stiegen die Aktien von Novartis India um das maximale Tageslimit von 20%.

Die Veräußerung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Novartis mehr Investitionen in die USA lenkt, wo potenzielle Zölle auf importierte patentgeschützte Arzneimittel zu einem Risiko auf Vorstandsebene für die Lieferkette geworden sind. Ein im September 2025 vorgeschlagener 100%iger Zoll auf patentgeschützte Medikamente macht die heimische US-Produktion weitaus wertvoller. Novartis hat den Bau von bis zu zehn US-Produktionsstandorten zu Kosten von rund 23 Milliarden Dollar über fünf Jahre erwogen, zusammen mit Projekten in North Carolina und Kalifornien sowie einem Radioliganden-Netzwerk in Florida. Auch andere große Pharmakonzerne – darunter Pfizer, GSK, AstraZeneca, Johnson & Johnson, Eli Lilly und Roche – haben Pläne für neue US-Standorte angekündigt.

Die jüngsten US-indischen Handelssignale haben sich verbessert, mit einer Rücknahme eines zusätzlichen Zolls von 25% und Gesprächen über ein Interimsabkommen bereits im März. Die drohenden arzneimittelspezifischen Zölle zwingen die Hersteller jedoch weiterhin dazu, die Produktion in den USA zu lokalisieren, und sobald Unternehmen in Anlagen und Zulassungen investiert haben, können diese Strukturen für Jahrzehnte bestehen bleiben.

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References

  1. Christopher David Snook quits as Director, Novartis India Ltd - Whispers in the Corridors · whispersinthecorridors.in
  2. Novartis Sells Control Of Novartis India As US Bets Grow - Finimize · finimize.com
  3. Novartis to exit India unit, India joins Pax Silica, and Livspace layoffs — Editor's Picks from ... · linkedin.com