EUR/USD gerät vor dem FOMC-Protokoll unter Abwärtsdruck – technische Marken im Fokus

EUR/USD zeigte einen bärischen Ton, hielt sich unter der 20-Tage-EMA bei 1,1460 und testete die 50-Tage-EMA bei 1,1774. Die entscheidende Unterstützung liegt bei 1,1330, der Widerstand bei 1,1800. Im Fokus stehen das FOMC-Protokoll und die Kommunikation der EZB.

Der Euro notierte gegenüber dem US-Dollar mit einer bärischen kurzfristigen Tendenz: Das Währungspaar hielt sich unter der 20-Tage-EMA (exponentieller gleitender Durchschnitt) bei 1,1460 und testete die 50-Tage-EMA bei 1,1774, wobei die technischen Indikatoren auf ein begrenztes Aufwärtspotenzial hindeuteten.

Während der europäischen Sitzung notierte EUR/USD leicht tiefer bei rund 1,1433, während der US-Dollar-Index (DXY) nahe 100,92 lag, da die Anleger auf die Veröffentlichung des Protokolls der geldpolitischen Juni-Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) warteten. Der Relative-Stärke-Index (14) blieb mit 41,9 unter der neutralen 50er-Linie, was auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutete. Der unmittelbare Widerstand befindet sich bei der 20-Tage-EMA um 1,1460; ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau wäre nötig, um die derzeitige bärische Tendenz abzuschwächen und den Weg in Richtung 1,1500 zu öffnen. Auf der Unterseite ist das Jahrestief um 1,1330 die entscheidende Unterstützung; ein Bruch darunter würde das Paar dem Tief vom 29. Mai 2025 bei 1,1210 aussetzen.

In der geldpolitischen Pressekonferenz im Juni sagte der Fed-Chef, die Entscheidungsträger seien sich einig gewesen, dass die „sogenannte Forward Guidance für die derzeitige geldpolitische Lage nicht gut geeignet“ sei. Ähnlich bestritt ein Mitglied des EZB-Rats, Hinweise auf die Entscheidung der Zentralbank im Juli gegeben zu haben, und erklärte: „Wir betreiben keine Forward Guidance, daher werde ich nicht sagen, was wir im Juli tun werden.“

Das Paar gewann zudem nach drei Verlusttagen an Boden und notierte während der asiatischen Handelszeiten bei rund 1,1790. Der 14-Tage-RSI bei 47 spiegelte eine nachlassende Dynamik wider; ein Wert unter 50 hielt die Dynamik ausgewogen und begrenzte die Fortsetzung. Die 50-Tage-EMA steigt, wobei sich der Kurs knapp über ihr hält, während sich die 9-Tage-EMA abgeflacht hat und die Erholung kurzfristig begrenzt. Die erste Unterstützung liegt bei der 50-Tage-EMA bei 1,1774; ein Rückfall unter den mittelfristigen Durchschnitt würde die bärische Tendenz verstärken und das Zwei-Monats-Tief bei 1,1578 vom 19. Januar freilegen. Das Paar testet die unmittelbare Hürde an der psychologischen Marke von 1,1800, gefolgt von der 9-Tage-EMA bei 1,1833. Ein Tagesschluss über dem kurzfristigen Durchschnitt würde die bullische Tendenz untermauern und den Weg in Richtung 1,2082 öffnen, dem höchsten Stand seit Juni 2021.

Ein Bruch unter die 50-Tage-EMA könnte den Markt auf das Niveau von 1,16 und möglicherweise zur 200-Tage-EMA führen, während ein Ausbruch über die Marke von 1,19 das Niveau von 1,21 und potenziell 1,23 eröffnen könnte.

Der Euro ist die Währung der 20 EU-Staaten, die zur Eurozone gehören. Er ist nach dem US-Dollar die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik, wobei ihr Hauptmandat die Preisstabilität ist. Die Inflationsdaten der Eurozone, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), sind ein wichtiger Wirtschaftsindikator für den Euro.

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References

  1. EUR/USD Price Forecast: Turns broadly sideways below 20-day EMA - Mitrade · mitrade.com
  2. EUR/USD Forecast Today 19/02:Euro Drops Against The USD - Menafn.com · menafn.com
  3. EUR/USD Price Forecast: Tests 1.1800 barrier above 50-day EMA | FXStreet · fxstreet.com