NIH-Studie: Pränatale COVID-19-Impfung ohne Einfluss auf die neurologische Entwicklung von Kindern
Eine multizentrische Studie mit 511 Kindern im Alter von 18 bis 30 Monaten fand keine Unterschiede in neuroentwicklungsbezogenen Ergebnissen zwischen Kindern, die in utero mRNA-SARS-CoV-2-Impfstoffen ausgesetzt waren, und nicht exponierten Kindern. Auch in gematchten Paaren zeigten sich gleichwertige Werte im Ages and Stages Questionnaire sowie keine signifikanten Unterschiede bei sekundären Endpunkten.
Neuroentwicklungsbezogene Ergebnisse scheinen bei Kindern von Müttern, die während oder kurz vor der Schwangerschaft eine mRNA-Impfung gegen SARS-CoV-2 erhalten haben, und bei Kindern von Müttern ohne Impfung ähnlich zu sein. Das geht aus einer Studie hervor, die auf The Pregnancy Meeting, der Jahrestagung der Society for Maternal-Fetal Medicine, vorgestellt wurde, die vom 8. bis 13. Februar in Las Vegas stattfand.
Forschende der Eastern Virginia Medical School an der Old Dominion University in Norfolk sowie der Duke University School of Medicine in Durham, North Carolina, untersuchten in einer multizentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie den Zusammenhang zwischen einer SARS-CoV-2-Impfung in der Schwangerschaft und neuroentwicklungsbezogenen Messgrößen bei den Nachkommen. Insgesamt wurden 3956 Mütter beurteilt; eingeschlossen wurden 271 Nachkommen im Alter von 18 bis 30 Monaten von Müttern, die (exponiert) während der Schwangerschaft oder innerhalb von 30 Tagen vor Beginn der Schwangerschaft mindestens eine Dosis eines mRNA-SARS-CoV-2-Impfstoffs erhalten hatten, sowie 240 Nachkommen von Müttern, die keinen Impfstoff erhalten hatten (nicht exponiert).
Insgesamt konnten 217 Paare hinsichtlich aller Merkmale gematcht werden. Die Forschenden stellten fest, dass Mütter in der exponierten Gruppe im Vergleich zur nicht exponierten Gruppe häufiger nullipar waren; zudem waren ihre Kinder mit höherer Wahrscheinlichkeit geimpft und zum Zeitpunkt der Untersuchung geringfügig jünger. In den Ausgangsmerkmalen zeigten sich sonst keine signifikanten Unterschiede.
Beim primären Endpunkt zeigte sich ein gleichwertiges Ergebnis beim Score des Ages and Stages Questionnaire. Die sekundären Endpunkte unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht signifikant.
„Diese Studie, die innerhalb eines rigorosen wissenschaftlichen Prozesses in einem National Institutes of Health-Netzwerk für klinische Studien durchgeführt wurde, zeigt beruhigende Ergebnisse hinsichtlich der langfristigen Gesundheit von Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft eine COVID-19-Impfung erhalten haben“, erklärte eine Forschende der Duke University.
Die Studie wurde durch das Maternal-Fetal Medicine Units Network durchgeführt, ein Forschungsnetzwerk, das vom Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development finanziert wird. In der Studie wurden verschiedene Instrumente zur Entwicklungsbeurteilung eingesetzt, um Fortschritte in Kommunikation, grob- und feinmotorischen Fähigkeiten, Problemlösen und sozialer Interaktion zu bewerten.