Südafrikas Ermittler zerschlagen bei mehreren Razzien Drogenringe
Die südafrikanischen Behörden haben mehrere große Drogenbekämpfungsoperationen durchgeführt, darunter die Zerschlagung eines Crystal-Meth-Labors im Nordwesten im Wert von 250 Millionen Rand und die Zerstörung eines Netzwerks in Gqeberha. Diese Maßnahmen sind Teil eines anhaltenden Kampfes gegen organisierte Drogenkriminalität.
Die südafrikanischen Strafverfolgungsbehörden haben in den letzten Monaten eine Reihe großer Anti-Drogen-Operationen durchgeführt und Netzwerke in mehreren Provinzen zerschlagen. Zu den Maßnahmen gehören die Verhaftung von Bauernhöfeigentümern, die mit einem großen Crystal-Meth-Labor in Verbindung stehen, die Zerschlagung eines Drogenrings in Gqeberha und fortlaufende Untersuchungen zu einem historischen Kokain-Diebstahlfall.
Bei der jüngsten Operation wurden die Eigentümer eines Bauernhofs im Nordwesten wegen ihres angeblichen Beteiligung an einer Crystal-Meth-Produktion verhaftet, die mit einem internationalen Syndikat in Verbindung steht. Die Angeklagten, Tyron John Schutte, Kyle Schutte, Chantel Adele Schutte und Johann Louis Schutte, stellten sich freiwillig der Polizei, bevor sie am 22. Mai 2026 vor dem Magistratsgericht von Swartruggens erschienen. Ihnen wird die Herstellung illegaler Drogen, der illegale Besitz gefährlicher Chemikalien und der illegale Besitz von Edelmetallen zur Last gelegt. Sie erschienen zusammen mit 11 Mitangeklagten, von denen acht als illegale Einwanderer identifiziert und nach dem Einwanderungsgesetz angeklagt wurden. Der Wert der bei dieser Operation sichergestellten Drogen wurde zunächst auf 100 Millionen Rand geschätzt, wurde seitdem jedoch auf 250 Millionen Rand revidiert. Der Fall wurde auf den 12. Juni 2026 für formelle Bail-Anträge vertagt. Kommissarische Nationalkommissarin der SAPS, Puleng Dimpane, bezeichnete die Razzia als einen großen Durchbruch im Kampf gegen die organisierte Kriminalität.
Separat zerschlug die Serious Organised Crime Investigation der Hawks, in Zusammenarbeit mit der SAPS Crime Intelligence, ein angebliches Drogen网络 in den nördlichen Gebieten von Gqeberha am 12. Februar 2026. Zwei Verdächtige im Alter von 49 und 52 Jahren wurden verhaftet und in Besitz verbotener Substanzen gefunden. Es wurden separate Fallakten wegen Drogen- und Rauschmittelhandels eröffnet. Die Verdächtigen wurden mit einer Verwarnung entlassen, und ein dritter Verdächtiger ist noch auf der Flucht. Diese Operation ist Teil einer laufenden Kampagne gegen den Drogenhandel in Gelvandale und Bethelsdorp. Im Dezember 2025 machten die Hawks und die National Prosecuting Authority (NPA) ebenfalls Fortschritte bei einer großen Drogenrazzia in Aliwal North, Ostkap, und stellten Drogen mit einem geschätzten Straßenwert von 101 Millionen Rand sicher.
Diese Operationen fallen mit der laufenden Untersuchung eines historischen Kokain-Diebstahlfalls zusammen. Oberst Gavin Jacob sagte am 3. Juni 2026 vor der Madlanga-Untersuchungskommission aus, hinsichtlich des Verschwindens von 541 Kilogramm Kokain im Wert von über 200 Millionen Rand von einem Hawks-Lagerstandort in Port Shepstone im November 2021. Trotz fünf Jahren sind in diesem Fall keine Verhaftungen erfolgt. Jacob enthüllte, dass im Januar 2026 ein potenzieller Durchbruch erzielt wurde, als Ermittler auf einen Whistleblower gestoßen sind, der die Beteiligung an dem Diebstahl behauptete. Diese Informationen wurden am 22. April 2026 an den Chef der Hawks in KZN weitergeleitet. Die Kommission untersucht den Umgang mit den beschlagnahmten Drogen und die Umstände des Diebstahls.