Sheba Medical Center setzt als erstes Krankenhaus außerhalb der USA auf OpenAIs Gesundheits-KI

Das Sheba Medical Center ist das erste Krankenhaus außerhalb der USA, das OpenAIs Gesundheits-KI-Modelle einsetzt. Jerusalem startet mit FourWard eine medizinische Innovationsplattform, und internationale Gesundheitsführer besuchen israelische Labore, um medizinische Innovation zu untersuchen.

Das Sheba Medical Center hat über seine Innovationsabteilung ARC eine strategische Kooperationsvereinbarung mit OpenAI unterzeichnet, die israelischen medizinischen Teams Zugang zu den speziellen Gesundheitsmodellen des KI-Unternehmens verschafft. Die Vereinbarung macht Sheba zum ersten Krankenhaus außerhalb der USA, das die Suite spezialisierter medizinischer Modelle von OpenAI einsetzt. Die Vereinbarung wurde vom Gesundheitschef von OpenAI unterzeichnet; eine Delegation von Sheba wird voraussichtlich im August zu Gesprächen mit der Unternehmensführung in die Zentrale reisen.

Die Vereinbarung umfasst OpenAI for Healthcare und ChatGPT Health, die im Januar eingeführt wurden und derzeit nur in einer kleinen Anzahl von US-Krankenhäusern verfügbar sind. Das System ist für Ärzte konzipiert und soll die klinische Entscheidungsfindung und die Entwicklung von Behandlungsplänen für Patienten auf der Grundlage der bestehenden medizinischen Forschung unterstützen. Es handelt sich um eine verschlüsselte und sichere Plattform, die speziell für Krankenhäuser entwickelt wurde. Jede Antwort enthält Quellenangaben, Zeitschriftenverweise und Veröffentlichungsdaten, sodass medizinische Teams die jeder Empfehlung zugrunde liegende Forschung eigenständig überprüfen können.

Die Partnerschaft gibt den Ärzten von Sheba frühzeitigen Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen, bevor diese breiter freigegeben werden, und vertieft die Forschungspartnerschaft des Krankenhauses mit OpenAI im Rahmen des Gesundheitsprogramms des Unternehmens. Dedizierte Arbeitsgruppen bei Sheba werden verschiedene Entwicklungsstufen der Modelle kennenzulernen, an globalen Veranstaltungen von OpenAI teilnehmen und interne Anwendungen entwickeln, die auf die Arbeit mit der Plattform zugeschnitten sind. Die Behandlungsprotokolle von Sheba werden auch in die Modelle von OpenAI integriert, sodass das System künftige Empfehlungen auf das israelische Gesundheitssystem und die spezifischen Bedürfnisse israelischer Patienten abstimmen kann. Die Werkzeuge werden direkt in den Arbeitsalltag von medizinischem Personal und Forschern integriert.

Das Projekt reiht sich in eine Reihe von KI-Systemen ein, die bereits im Sheba Medical Center über dessen Innovationszentrum entwickelt wurden, darunter eine Technologie des Start-ups AIDOC zur Analyse medizinischer Bilder und zur schnellen Erkennung kardialer Ereignisse sowie die Notaufnahme-Plattform SmartER, die klinische Untersuchungen automatisch dokumentiert und zusammenfasst. Das Innovationszentrum ARC wurde 2019 vom Generaldirektor und Chief Innovation Officer von Sheba gegründet, um die digitale medizinische Innovation im Krankenhaus voranzutreiben. Das Zentrum ermöglicht Unternehmern, ihre Technologien im Krankenhausumfeld zu testen, fördert strategische Partnerschaften mit medizinischen Einrichtungen im Ausland und betreibt einen Investitionsarm in Zusammenarbeit mit dem Wagniskapitalfonds Triventures. „Das Gesundheitssystem ist eines der Gebiete, auf denen künstliche Intelligenz die größte Wirkung erzielen kann", erklärte OpenAI in einer Stellungnahme. „Wir freuen uns, mit Sheba zusammenzuarbeiten, um fortschrittliche KI-Fähigkeiten für Ärzte, Forscher und Teams von Fachkräften im Gesundheitswesen verfügbar zu machen."

In einer weiteren Entwicklung wurde Jerusalems erste gemeinsame akademische Einrichtung zur Förderung von Forschung, Innovation und Unternehmertum im „Innovation District Healthcare and High-Tech Revolution" der Stadt offiziell auf den Namen FourWard getauft. Die Hebräische Universität Jerusalem, das Shaare Zedek Medical Center (SZMC), das Azrieli Jerusalem Academic College of Engineering und das Lev Academic Center (Jerusalem College of Technology) starten gemeinsam mit der Stadtverwaltung Jerusalem und der Jerusalem Development Authority eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesundheitswesen, Industrie und Unternehmertum, die angewandte Forschung, Technologiekommerzialisierung, die Gründung von Start-ups, die Entwicklung fortschrittlicher Humanressourcen und die Verbindung von Forschern, Unternehmern, Investoren und wissensintensiven Branchen fördert. Der offizielle Start erfolgte letzte Woche auf dem Givat-Ram-Campus der HUJI; das Gebäude, in dem die Forscher zusammenkommen werden, soll künftig in der Nähe der Straße 16 und der Begin-Schnellstraße entstehen.

Zur Schaffung dieser beispiellosen Kooperationsplattform wird eine öffentliche Gesellschaft gegründet, die den Partnerinstitutionen gehört. Azrieli und Lev übernehmen jeweils ein Sechstel der Anschaffungskosten, während die beiden anderen Partner jeweils ein Drittel bereitstellen. Die Initiative müsse sich laut dem Präsidenten des Lev Academic Center in einem zunehmend wettbewerbsintensiven und unsicheren globalen Finanzierungsumfeld beweisen, indem sie Spitzenforschung hervorbringe, bahnbrechende Technologien fördere und ein Innovationsökosystem schaffe, das so überzeugend sei, dass Partner und Investoren Teil davon sein wollten. Beispiele für mögliche Arbeiten sind die Nutzung gemeinsamer Datenbanken, um Tausende von Medikamenten zu untersuchen, die Patienten über Jahre eingenommen haben, um festzustellen, ob sie schützend wirkten oder Schaden verursachten, sowie die Einführung winziger Roboter in den Körper, um verstopfte Herzkranzgefäße zu reparieren, anstatt einen Katheter einzuschieben.

Eine Delegation von fast 40 US-amerikanischen und internationalen Führungskräften aus dem Gesundheitswesen besuchte außerdem israelische Forschungseinrichtungen und Start-ups, darunter das Weizmann Institute of Science, um zu untersuchen, wie wissenschaftliche Entdeckungen in skalierbare medizinische Technologien umgesetzt werden. Die Delegation wurde von Israel Tech Mission in Zusammenarbeit mit 8400 – The Health Network, dem israelischen nationalen HealthTech-Ökosystem-Beschleuniger, organisiert. Laut der Exekutivdirektorin der Mission: „Israels Vorteil liegt nicht nur in der Dichte an Talenten – es ist die Geschwindigkeit. Aber Geschwindigkeit braucht Kanäle. Delegationen wie diese schaffen strukturierte Wege zwischen Gründern, Forschern, Betreibern und Kapitalgebern. Wenn diese Wege bewusst angelegt sind, verkürzt sich der Abstand zwischen Laborentdeckung und globaler Wirkung für Patienten dramatisch." Der Gründer von Exponential Medicine sagte: „Die Zukunft von Gesundheit und Medizin kommt schneller, als man denkt. Es ist nicht die Technologie; es ist oft die Konvergenz eines neuen Betriebssystems für die Zukunft von Gesundheit und Medizin."

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  1. Israel's Sheba becomes first hospital outside US to adopt OpenAI's healthcare AI models · ynetnews.com
  2. The Blogs: Israel's AI Just Sped Up the MRI Cancer Scan | Alex Vainer · blogs.timesofisrael.com
  3. Boycotting Innovation | Sabine Sterk | The Times of Israel - The Blogs · blogs.timesofisrael.com
  4. Moving FourWard: Inside Jerusalem's ambitious bid to reinvent medical innovation · jpost.com
  5. Printing Personalized Medicine : 3D Models Bring Better Surgical Outcomes · jmir.org
  6. A new drug just entered Israel's health basket. It matters | The Jerusalem Post · jpost.com
  7. 'The Future of Health and Medicine Is Coming Faster Than You Think'—From Israeli Labs to ... · themedialine.org