ERC Advanced Grant 2026: Bis zu 2,5 Millionen Euro für Spitzenforschung
Der ERC Advanced Grant 2026 bietet bis zu 2,5 Millionen Euro (plus mögliche Zuschläge) für etablierte Forscher, die Spitzenforschung in jeder Disziplin betreiben. Die Bewerbungsfrist endet am 27. August 2026, ohne Nationalitäts- oder Altersbeschränkungen.
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat die Einreichungsfrist für sein Advanced Grant Programme 2026 eröffnet. Es bietet bis zu 2,5 Millionen Euro für Spitzenforschungsprojekte mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Das Programm richtet sich an etablierte Forschungsleiter aller Nationalitäten und Altersgruppen, sofern sie ihre Arbeit an einer berechtigten Gastinstitution in einem EU-Mitgliedstaat oder assoziierten Land durchführen. Einsendeschluss ist der 27. August 2026.
Der ERC Advanced Grant zielt darauf ab, forschergetriebene, risikoreiche und erfolgversprechende Forschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen zu unterstützen. Es gibt keine vordefinierten thematischen Schwerpunkte, und die Antragsteller werden ermutigt, originelle, ambitionierte und innovative Projekte vorzuschlagen. Zu den Schwerpunktbereichen gehören Biowissenschaften, Physik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Informatik, Umweltwissenschaften, medizinische Forschung, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Geisteswissenschaften und interdisziplinäre Forschung.
Zusätzlich zum Grundbudget von bis zu 2,5 Millionen Euro können Forscher weitere 1 Million Euro beantragen, um förderfähige Kosten wie Großgeräte, Zugang zu Großforschungseinrichtungen oder umfangreiche Feldarbeit zu decken. Hauptforscher, die aus einem Drittstaat in die EU oder ein assoziiertes Land wechseln, können bis zu zusätzlichen 2 Millionen Euro beantragen.
Zu den berechtigten Gastinstitutionen gehören Universitäten, öffentliche und private Forschungseinrichtungen, Forschungsinstitute, Unternehmen und internationale europäische Forschungsorganisationen. Die Einrichtung muss den Hauptforscher für die gesamte Projektdauer aufnehmen und ein angemessenes Forschungsumfeld bieten. Erfolgreiche Antragsteller müssen mindestens 50 % ihrer Arbeitszeit in einem EU-Mitgliedstaat oder assoziierten Land verbringen und mindestens 30 % ihrer Arbeitszeit dem ERC-finanzierten Projekt widmen.
Anträge werden ausschließlich auf der Grundlage wissenschaftlicher Exzellenz bewertet, wie im ERC-Arbeitsprogramm 2026 festgelegt. Das Programm gilt als eine der renommiertesten Forschungsförderungsmöglichkeiten Europas und soll die globale Führungsrolle Europas in Forschung und Innovation stärken.